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Anonymisiertes Bewerbungsverfahren

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat am 25.11.2010 das Modellprojekt „Anonymisiertes Bewerbungsverfahren“ offiziell gestartet.

Danach werden Unternehmen der Privatwirtschaft, aber auch staatliche Träger, mit anonymisierten Bewerbungen die neuen Beschäftigten rekrutieren.

Die Bewerbungen sind ohne Foto, Name, Alter, Geschlecht, Herkunft und Familienstand einzureichen.

Wer macht hier mit?

Für 12 Monate werden die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, L´Oréal, Mydays, Procter & Gamble, das Bundesfamilienministerium, die Bundesagentur für Arbeit in NRW und die Stadtverwaltung Celle das Bewerbungsverfahren anonymisiert durchführen.

Damit soll vermieden werden, dass schon aufgrund des Namens, des Geschlechts oder des Alters die Bewerbung aussortiert wird. Es sollen Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Arbeitsuchende und Frauen mit Kindern in Bewerbungsverfahren nicht benachteiligt werden. Bisher hat diese Gruppe deutlich schlechtere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Wenn Sie an einem Muster für einen anonymisierten Bewerbungsbogen interessiert sind, können Sie diesen hier herunterladen:

http://www.antidiskriminierungsstelle.de/RedaktionBMFSFJ/RedaktionADS/PDF-Anlagen/20101124__Bewerbungsbogen__anonymisiert__Muster,property=pdf,bereich=ads,sprache=de,rwb=true.pdf

Das Modellprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird während der gesamten Dauer der 12 Monate wissenschaftlich begleitet und die hier gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet. Aus den Ergebnissen werden danach Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Quelle:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes, http://www.antidiskriminierungsstelle.de/ADS/Antidiskriminierungsstelle/aktuelles,did=164694.html

Robert Uhl
Rechtsanwalt
www.raau.de oder
www.rechtsanwalt-uhl.de